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Aktuelles
Veranstaltungen 2008
12.-31.12.2008
Ausstellung zum Thema: 60 Jahre Erklärung der Menschenrecht an der Universität Erfurt
Unter dem Motto „Hinsehen und Handeln - Gewalt gegen Frauen
verhindern“ macht die Amnesty International-Hochschulgruppe auf das Ausmaß der
Gewalt gegen Frauen aufmerksam. 18 eindrückliche Fotostrecken in der
Uni-Bibliothek porträtieren Frauen aus Afghanistan, Mexiko, Kosovo oder den
USA, die Opfer wurden. Unterschiedliche Kulturen, aber ähnliche Schicksale -
und ein vergleichbar langer Kampf um Gerechtigkeit. Auch Frauen haben ein
„Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person“ (Art. 3 der Allgemeinen
Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen). In diesen Tagen besteht
sie 60 Jahre. Anlass für die Amnesty-Hochschulgruppe für die Ausstellung sowie
eine Reihe von fünf Filmen zum Thema Menschenrechtsverletzung, die in den
vergangenen Wochen im Kinoklub Erfurt gezeigt wurden.
Die Ausstellung war bis zum Jahresende 2008 im Foyer der Universitätsbibliothek
der Universität Erfurt während der üblichen Öffnungszeiten (Montag bis Freitag
8-22 Uhr, Samstag 10-18 Uhr und Sonntag 13-18 Uhr) zu sehen.
18.12.2008
...und sie dreht sich doch - Gastvortrag von Dr. Beate Wagner
Im Rahmen der Hintergrundgespräche mit UN-Experten der Forschungsstelle "Vereinte Nationen" am Lehrstuhl für Völkerrecht, Recht der EU und Internationale Beziehungen der TU Dresden wird Frau Dr. Beate Wagner, Generalsekretärin der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen, einen Vortrag zu folgendem Thema halten:
"...und sie
dreht sich doch" -
aktuelle Aspekte der UN-Reform jenseits der Reformdebatte
Frau Dr. Wagner spricht von 16.40 Uhr bis 18.10 Uhr im Hörsaalzentrum der TU
Dresden
(HSZ 101), Bergstraße 64. 01069 Dresden. Den entsprechenden
Aushang finden Sie untenstehend, über Ihr Erscheinen würden wir uns sehr freuen.
12.12.2009
60 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
Anlässlich des 60. Jahrestages der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte fand am 12. Dezember von 17.30 Uhr bis 20.00 Uhr im Gemeindesaal der Thomaskirche, Dittrichring 12, 04109 Leipzig eine Reihe von kurzen Vorträgen und Referaten rund um das Thema Religion und Menschenrechte statt.
Moderiert von Pfarrer Hugo Gevers und unterstützt von unserem Landesverband, hatte die Veranstaltung zum einen informiert, zum anderen sicherlich auch sehr nachdenklich gemacht. Eine Pressemitteilung zum konkreten Ablauf und Diskussionsschwerpunkten der Veranstaltung wird folgen.
Hier finden Sie den Wortlaut der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.
25.10.2008
Ein Tag für die Menschenrechte – aus Anlass des 60.
Jahrestages der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte
Jede Stadt hat ihre symbolischen Orte. In Leipzig gehört dazu ganz prominent
die Nikolaikirche: Sie gilt als Keimzelle und Symbol des friedlichen
Widerstandes gegen das SED-Regime. Im epochemachenden Jahr 1989 wurde sie als
Ausgangspunkt der Montagsdemonstrationen international bekannt; weltweit
verbindet man mit der Nikolaikirche den erfolgreichen Kampf für Rechte und
Freiheiten.
Doch was in Leipzig gelang, bleibt anderswo häufig noch unerreicht: an vielen
Orten der Welt werden die Menschenrechte massiv verletzt – auch heute. Am 10.
Dezember 2008 jährt sich der 60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der
Menschenrechte. Aus diesem Anlass wollte die UN-Arbeitsgruppe (UNA) Leipzig mit
Unterstützung des Landesverbandes Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen der
DGVN e. V. die völkerrechtliche Geburt der Menschrechte öffentlich feiern - und
ihre Einhaltung anmahnen, dort wo sie verletzt werden. Wir nutzten dafür den
geschichtsträchtigen Raum im Zentrum der Stadt für Lesungen, Vorträge,
Theaterstücke uvm.
Die Fragen, denen nachgegangen wurde, lauteten zum Beispiel: Welche Gedanken
stehen hinter der Fixierung der Menschenrechte? Was genau ist eigentlich festgeschrieben
und wie sieht die Umsetzung aus? Hat sich das Instrument nach 60-jährigem
Bestehen bewährt?
Am 25. Oktober 2008 lud die UN-Arbeitsgruppe Leipzig recht herzlich
studentische, politische und kulturelle Gruppen und Vereine ein, sich an der
gemeinsamen Aktion auf dem Nikolaikirchhof zu beteiligen. Mit vereinten Kräften
konnte eine gebündelte Aufmerksamkeit für das Thema geschaffen werden.
Für weitere Informationen lesen Sie bitte den Bericht der UN-Arbeitsgruppe
(UNA) Leipzig.
1.10.2008
Die Friedenssicherung der UNO und die Auslandseinsätze der Bundeswehr
Podiumsgespräch am 1. Oktober 2008
Der Landesverband lud ein zur Diskussion um die Auslandseinsätze der Bundeswehr mit Ekkehard Griep, Stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) und Enrico Bräuning, Mitglied des sächsischen Landtages. Moderiert wurde die Veranstaltung von Andreas Lange, dem Geschäftsführer des Landesverbandes.
Im Kontext der UNO-Friedenssicherung stehen auch Auslandseinsätze der Bundeswehr. Gegenwärtig beteiligt sich Deutschland unter an-derem an den UNO-Missionen im Libanon, Kosovo und Sudan. Seit der Beendigung des Ost-West-Konflikts wird die Bundeswehr zu friedenserhaltenden und friedenssichernden Maßnahmen eingesetzt. Im Blickpunkt kontroverser Debatten um die Auslandseinsätze der Bundeswehr standen die NATO-Interventionen im Kosovo-Krieg und seit einiger Zeit auch die deutsche Beteiligung an der ISAF-Schutztruppe in Afghanistan.
Zur Diskussion über diese und weitere Fragen erschienen ca 15 Interessierte, was nicht schlecht, aber steigerungsfähig ist.
Dank der exzellenten Organisation und auch der Anwesenheit der Presse kann die Veranstaltung als erolgreich ausgerichtet angesehen werden, Fotos folgen in Kürze.
3.9.2008
Jugenddelegierte an der Hufeland-Mittelschule in Plauen
Der DGVN Landesverband Sachsen, Sachsen Anhalt und Thüringen führte zusammen mit den UN-Jugenddelegierten (Astrid Schrader und Nicolas Klein) eine Veranstaltung zum Thema Kinder-und Jugendrechte in der Hufeland-Mittelschule in Plauen durch. Anlass ist die Deutschlandtour der UN-Jugenddelegierten, die seit Anfang des Jahres durch ganz Deutschland reisen, um die Meinungen, Visionen und Forderungen Jugendlicher zu erforschen. Im September/Oktober werden sie dann die deutsche Delegation zur Generalversammlung der Vereinten Nationen nach New York begleiten, um in Ausschussitzungen etc. diese Forderungen weiterzuleiten. Inhaltlich orientieren sie sich dabei am "Weltaktionsprogramm für die Jugend", welches 1995 von der Generalversammlung verabschiedet wurde und Problemfelder wie Armut, Beschäftigung, Bildung, Freizeit, Gesundheit, Jugend in bewaffneten Konflikten und Jugendpartizipation enthält.
Weitere Informationen zu den Jugenddelegierten und dem eben beschriebenen Programm unter www.jugenddelegierte.de
Die Idee für die Hufeland-Mittelschule
Am 3. September 2008 fand an der Hufeland-Mittelschule vormittags für 2-3 Stunden eine Veranstaltung zum Thema Kinder- und Jugendrechte statt, an der 20-25 Schüler der 9. bzw. 10. Klasse teilnehmen. Die Jugenddelegierten gaben eine kurze Einführung über sich und ihr Projekt. Anschließend wurde das Thema Kinder-und Jugendrechte in den Mittelpunkt gestellt. Dies wird mittels Workshops, Rollenspielen und Diskussionen geschehen. Am Ende sollten Forderungen zu einzelnen Themen (z.B. Beschäftigung und Bildung oder Jugend in bewaffneten Konflikten) erstellt werden, welche die Jugenddelegierten dann mit nach New York zu den VN nehmen.Die Hufeland-Mittelschule ist eine UNESCO-Projektschule, mehr Informationen finden Sie unter www.hufeland-mittelschule.de
17.7.2008
"Responsibility to Protect" - Vortrag von Ekkehard Strauss am 17. Juli 2008 in LeipzigDas Leipziger Institut für Völkerrecht, Europarecht und ausländisches öffentliches Recht lud ein zum Vortrag und zur Diskussion mit Ekkehard Strauss, Mitarbeiter im Büro des Hochkommissars für Menschenrechte bei den Vereinten Nationen in New York.
So traf man sich am 17. Juli diesen Jahres im Thüringer Hof zu Leipzig, um über ein neues Konzept der Vereinten Nationen zu sprechen: "Responsibility to Protect" - auf deutsch: "Verantwortung zum Schutz".
Unter dem Schlagwort R2P ("Responsibility to Protect") kann eine ethische und moralische Verantwortlichkeit der internationalen Staatengemeinschaft gegenüber den einzelnen Staaten und ihrer politischen Führung verstanden werden, die innerhalb ihres Territoriums nicht die nötigen Kriterien einer guten Regierungsführung, dem sogenannten Good Governance, erfüllen wollen oder können. Zudem soll durch das Konzept versucht werden, eine universale Moralvorstellung zu entwickeln, die in erster Linie die Verantwortung des Nationalstaates gegenüber seiner, aber auch der Staatengemeinschaft gegenüber der internationalen Bevölkerung zur Folge hat. Die Staatengemeinschaft soll dann Menschen schützen, die von ihrer Regierung nicht geschützt werden oder nicht geschützt werden können.
Die Frage, mit der sich die anschließende Diskussion beschäftigte, war die des Abwägens zwischen Menschenrechten und der nationalen Souveränität.