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Aktuelles
Die Universalität der Menschenrechte und ihre Herausforderungen
16.02.2012
Abendgespräch zum UN-Tag der Menschenrechte in Leipzig
Die allgemeine Erklärung
der Menschenrechte von 1948 umfasst neben Freiheitsrechten auch sozioökonomische
Rechte. All diese Rechte sind laut der Charta und insbesondere seit der Wiener
Weltmenschenrechtskonferenz 1993 universell, gleichbedeutend und gleich wirksam
für jeden Menschen. Doch in der Vergangenheit und auch heute noch, werden
Menschenrechte von Regierungen unterschiedlich gewichtet. Die Frage, wie
universell Menschenrechte tatsächlich sind und ob möglicherweise einzelne
Menschenrechte eine größere Bedeutung als andere haben, stand im Mittelpunkt
des Abendgesprächs mit Aaron A. Rhodes, einem langjährigen, US-amerikanischen
Menschenrechtsaktivisten, am 8. Dezember 2011 in der Universität Leipzig.
Organisiert wurde die Veranstaltung vom Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt
und Thüringen der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN), in
Kooperation mit dem US Generalkonsulat Leipzig. Die Moderation der Diskussion
übernahm die Generalsekretärin der DGVN, Beate Wagner.
Rhodes sprach sich in seinem Vortrag klar dafür aus, Freiheitsrechte mit Priorität gegenüber anderen Menschenrechten wie dem Recht auf Arbeit zu behandeln. Das in der EU geltende Recht auf Berufsberatung trivialisiere beispielsweise Rechte wie das Folterverbot. In kommunistischen Regimen seien zwar in der Vergangenheit, und würden, mit Blick auf China, auch heute noch, sozioökonomische Rechte erfüllt, womit sich die Regime jeweils auch brüsteten, zugleich würden aber Teilhabe- und Freiheitsrechte massiv verletzt. Libyen und Ägypten seien beispielsweise vor dem arabischen Frühling im "Universal Periodic Review" des UN-Menschenrechtsrates sehr für ihre sozialen Projekte und Programme gelobt worden, ähnlich Nordkorea und Turkmenistan. Über politische und Freiheitsrechte habe man allerdings kein Wort verloren. Diese Hervorhebung sozialer und wirtschaftlicher Rechte führe die Grundidee der Menschenrechtserklärung ad absurdum und habe negative Auswirkungen auf den weltweiten Kampf für Freiheit und Demokratie. Jene Staatsform führe allerdings nicht automatisch zu einer besseren Menschenrechtslage, was am Wahlerfolg der Hamas gut sichtbar sei.
Wagner grenzte sich in der anschließenden Diskussion gegen die Position ab, dass politische und Freiheitsrechte justiziabel seien, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte hingegen nicht. Bei letzteren handele es sich um prozedurale Rechte, die genauso einklagbar seien, wie zum Beispiel das Recht auf freie Meinungsäußerung. Am Beispiel der Umsetzung der Behindertenrechtskonvention in Deutschland machte sie deutlich, wie wichtig es sei, einklagbare wirtschaftliche und soziale Rechte zur Verfügung zu haben.
Eine Zuschauerin fasste am Schluss mit ihrer Position beide Aspekte der Diskussion gut zusammen: ob eine Dimension wichtiger als die andere sei und wenn ja, welche dies ist, müsse jeweils zwischen einzelnen Staaten differenziert werden. Wer in einem armen Land kurz vor dem Verhungern stehe, interessiere sich nicht sonderlich für sein Recht auf freie Meinungsäußerung. Wer allerdings wegen seiner Religion oder seiner Meinung verfolgt, eingesperrt und gefoltert werde, sähe weniger Bedeutung in seinem Recht auf Arbeit und Bildung.
Rhodes sprach sich in seinem Vortrag klar dafür aus, Freiheitsrechte mit Priorität gegenüber anderen Menschenrechten wie dem Recht auf Arbeit zu behandeln. Das in der EU geltende Recht auf Berufsberatung trivialisiere beispielsweise Rechte wie das Folterverbot. In kommunistischen Regimen seien zwar in der Vergangenheit, und würden, mit Blick auf China, auch heute noch, sozioökonomische Rechte erfüllt, womit sich die Regime jeweils auch brüsteten, zugleich würden aber Teilhabe- und Freiheitsrechte massiv verletzt. Libyen und Ägypten seien beispielsweise vor dem arabischen Frühling im "Universal Periodic Review" des UN-Menschenrechtsrates sehr für ihre sozialen Projekte und Programme gelobt worden, ähnlich Nordkorea und Turkmenistan. Über politische und Freiheitsrechte habe man allerdings kein Wort verloren. Diese Hervorhebung sozialer und wirtschaftlicher Rechte führe die Grundidee der Menschenrechtserklärung ad absurdum und habe negative Auswirkungen auf den weltweiten Kampf für Freiheit und Demokratie. Jene Staatsform führe allerdings nicht automatisch zu einer besseren Menschenrechtslage, was am Wahlerfolg der Hamas gut sichtbar sei.
Wagner grenzte sich in der anschließenden Diskussion gegen die Position ab, dass politische und Freiheitsrechte justiziabel seien, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte hingegen nicht. Bei letzteren handele es sich um prozedurale Rechte, die genauso einklagbar seien, wie zum Beispiel das Recht auf freie Meinungsäußerung. Am Beispiel der Umsetzung der Behindertenrechtskonvention in Deutschland machte sie deutlich, wie wichtig es sei, einklagbare wirtschaftliche und soziale Rechte zur Verfügung zu haben.
Eine Zuschauerin fasste am Schluss mit ihrer Position beide Aspekte der Diskussion gut zusammen: ob eine Dimension wichtiger als die andere sei und wenn ja, welche dies ist, müsse jeweils zwischen einzelnen Staaten differenziert werden. Wer in einem armen Land kurz vor dem Verhungern stehe, interessiere sich nicht sonderlich für sein Recht auf freie Meinungsäußerung. Wer allerdings wegen seiner Religion oder seiner Meinung verfolgt, eingesperrt und gefoltert werde, sähe weniger Bedeutung in seinem Recht auf Arbeit und Bildung.
Vorstandssitzung im Dezember
09.12.2011
Die nächste Vorstandssitzung findet am 10. Dezember 2011 in Jena statt.
Ort: Jena, Bachstraße 18, Raum 102 (DSLA-Flur, 1. OG)
Zeit: 13.00 - ca. 17.00 Uhr
Interessierte Mitglieder sind herzlich zur Teilnahme an der Sitzung eingeladen. Um vorherige Anmeldung wird gebeten. Anmeldungen bitte an: LV-Sachsen@dgvn-sachsen.de
Ort: Jena, Bachstraße 18, Raum 102 (DSLA-Flur, 1. OG)
Zeit: 13.00 - ca. 17.00 Uhr
Interessierte Mitglieder sind herzlich zur Teilnahme an der Sitzung eingeladen. Um vorherige Anmeldung wird gebeten. Anmeldungen bitte an: LV-Sachsen@dgvn-sachsen.de
Mitgliederversammlung 2011
22.10.2011
Die nächste Mitgliederversammlung findet am 22. Oktober 2011 ab 13 Uhr in Dresden statt.
Auf der diesjährigen Sitzung stehen die Entlastung des alten Vorstands und Neuwahlen eines neuen Vorstandes sowie des Präsidiums an. Genauere Angaben zur Tagesordnung und zum Tagungsort werden Ihnen rechtzeitig auf dieser Webseite sowie per E-Mail mitgeteilt.Bitte beachten Sie, dass wir für unsere Planungen der Veranstaltung Ihre Anmeldung benötigen. Eine kurze Anmeldung an lv-sachsen@dgvn.de mit Ihrem Namen und der Teilnahmebestätigung genügt.
Vortrag: Die UNESCO als Partner der GIZ im Bildungsbereich
20.10.2011
Der Landesverband und der UNESCO-Lehrstuhl für Internationale
Beziehungen laden Sie herzlich am 20. Oktober 2011 zu einem Vortrag an
der Juristischen Fakultät der TU-Dresden ein.
Es referiert Dr. Nils Geißler zum Thema: "Die UNESCO als Partner der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Bildungsbereich"
Der Vortrag findet in Raum 37 im Gerber Bau der TU Dresden statt und beginnt um 18.30 Uhr.
Nähere Informationen zum Inhalt des Vortrags und zum Referenten finden sie hier.
Es referiert Dr. Nils Geißler zum Thema: "Die UNESCO als Partner der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Bildungsbereich"
Der Vortrag findet in Raum 37 im Gerber Bau der TU Dresden statt und beginnt um 18.30 Uhr.
Nähere Informationen zum Inhalt des Vortrags und zum Referenten finden sie hier.
Vorstandssitzung im August
27.08.2011
Die nächste Vorstandssitzung findet am 27. August 2011 in Dresden statt. Interessenten für eine Mitarbeit im zukünftigen Vorstand sind herzlich eingeladen.
Ort: TU Dresden; Jur. Fakultät; Bergstr. 53, Zi. 355
Zeit: 11.00-15.00 Uhr
Ort: TU Dresden; Jur. Fakultät; Bergstr. 53, Zi. 355
Zeit: 11.00-15.00 Uhr
Vorstandssitzung im Mai
14.05.2011
Am 14. Mai 2011 trifft sich der Vorstand des Landesverbandes Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, um die nächste Mitgliederversammlung vorzubereiten.
Ort: Dresden, Neustädter Stadtteilhaus, Priesnitz Str. 18
Zeit: 11.00-15.00 Uhr
Interessenten sind herzlich eingeladen an der Vorstandssitzung teilzunehmen. Zwecks Raumplanung bitten wir jedoch um kurze Rückmeldung.
Ort: Dresden, Neustädter Stadtteilhaus, Priesnitz Str. 18
Zeit: 11.00-15.00 Uhr
Interessenten sind herzlich eingeladen an der Vorstandssitzung teilzunehmen. Zwecks Raumplanung bitten wir jedoch um kurze Rückmeldung.
Vorstandssitzung im März
12.03.2011
Die Vorstandssitzung des DGVN Landesverbands findet am kommenden Sonnabend, den
12. März 2011 von 13-16.30 Uhr, an der Universität Leipzig, im Institut für Völkerrecht,
Europarecht und ausländisches öffentliches Recht (Prof. Dr. Markus Kotzur; Otto-Schill-Straße 2, 2. Etage) statt.
12. März 2011 von 13-16.30 Uhr, an der Universität Leipzig, im Institut für Völkerrecht,
Europarecht und ausländisches öffentliches Recht (Prof. Dr. Markus Kotzur; Otto-Schill-Straße 2, 2. Etage) statt.
Vortrag: Der Sudan nach dem Referendum - Mögliche Entwicklungen
02.03.2011
Die Kreisgruppe Ostthüringen des VdRBw, in Kooperation mit dem DGVN
Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen und der Jakob-Kaiser
Stiftung lädt Sie herzlich zu einem sicherheitspolitischen Vortrag zum
Thema:
Der Sudan nach dem Referendum - Möglich Entwicklungen ein.
Die Veranstaltung findet
am Mittwoch, den 2. März 2011,
um 18:15 Uhr
im Jakob-Kaiser Haus Weimar (Wilhelm-Külz-Straße 22, 99423 Weimar) statt.
Zum Thema spricht Ekkehard Griep. Er ist Leiter der DGVN-Studienreise in den Sudan (März 2011), stellv. Vorsitzender der DGVN und Oberstleutnant i.G. sowie Referent im Planungsstab des Bundesministers der Verteidigung.
Um eine Anmeldung per E-Mail bis zum 25.02.2011 über die Geschäftsstelle Gera des VdRBw (Gera.OrgLtr@reservistenverband.de) wird gebeten.
Der Sudan nach dem Referendum - Möglich Entwicklungen ein.
Die Veranstaltung findet
am Mittwoch, den 2. März 2011,
um 18:15 Uhr
im Jakob-Kaiser Haus Weimar (Wilhelm-Külz-Straße 22, 99423 Weimar) statt.
Zum Thema spricht Ekkehard Griep. Er ist Leiter der DGVN-Studienreise in den Sudan (März 2011), stellv. Vorsitzender der DGVN und Oberstleutnant i.G. sowie Referent im Planungsstab des Bundesministers der Verteidigung.
Um eine Anmeldung per E-Mail bis zum 25.02.2011 über die Geschäftsstelle Gera des VdRBw (Gera.OrgLtr@reservistenverband.de) wird gebeten.
Vortrag: Das Khmer Rouge Tribunal und der steinige Weg zur Gerechtigkeit in Kambodscha
06.01.2011
Am 6. Januar 2011 wird Herr Christoph Sperfeldt an der Friedrich-Schiller-Universität Jena einen Vortrag zum Thema: Das Khmer Rouge Tribunal und der steinige Weg zur Gerechtigkeit in Kambodscha halten.
Herr Sperfeldt ist seit 2007 Berater des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) im Rahmen eines Programms des Zivilen Friedensdienstes (ZFD) sowie verschiedener Nicht-Regierungsorganisationen im Umfeld des Tribunals in Kambodscha tätig. Seit Ende 2010 wirkt er als Berater der Victims Support Section des Tribunals.
Sie sind herzlich eingeladen.
Details:
06. Januar 2011, 18-20 Uhr
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Carl-Zeiss-Straße 3, Seminarraum 316
Herr Sperfeldt ist seit 2007 Berater des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) im Rahmen eines Programms des Zivilen Friedensdienstes (ZFD) sowie verschiedener Nicht-Regierungsorganisationen im Umfeld des Tribunals in Kambodscha tätig. Seit Ende 2010 wirkt er als Berater der Victims Support Section des Tribunals.
Sie sind herzlich eingeladen.
Details:
06. Januar 2011, 18-20 Uhr
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Carl-Zeiss-Straße 3, Seminarraum 316
Vortrag: Das Khmer Roughe Tribunal und Kambodschas Kampf ums Recht
02.11.2010
Die Forschungsstelle "Vereinte Nationen", das Zentrum für Internationale Studien und die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen landes zu einem Vortrag von PD Dr. Jörg Menzel zum Thema "Das Khmer Rouge Tribunal und Kambodschas Kampf ums Recht" ein. Dr. Menzel ist ehemaliger Rechtsberater beim Senat des Königreichs Kambodscha.
Ort: Juristische Fakultät, TU Dresden
Raum: GER/037
Ort: Juristische Fakultät, TU Dresden
Raum: GER/037